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IT-Business-Alignment: Remote Working als Impuls nutzen

Alexander Hutzler Head of IT-Consulting Microsoft & Infrastructure bei matrix technology

Alexander Hutzler

Head of IT-Consulting Microsoft & Infrastructure

Alexander Hutzler ist Head of IT-Consulting Microsoft & Infrastructure bei matrix technology. Als IT-Consultant und Projektleiter widmet er sich seit 20 Jahren den Themen Software-Migration, IT-Outsourcing und Cloud Services. 

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Corona hat einmal mehr gezeigt: Der Wandel wartet nicht darauf, bis Geschäftsführung, IT und alle Mitarbeiter perfekt vorbereitet sind. Sondern er passiert einfach. Und er schafft neue Realitäten auf vielen Ebenen. Die neue Realität der Arbeitskultur ist der flexible Mix aus Homeoffice und Büroarbeitsplatz. In der Folge hat sich die Nutzung von Kollaborations- und Kommunikationslösungen vervielfacht – gestützt von einer flexiblen IT. Wir meinen: Was im Remote Working gelungen ist, kann ein Impuls für IT-Business-Alignment, Innovation und Wachstum sein. 

In sehr vielen Fällen sind nötige Umstellungen technologisch gut gelungen – virtuelle Teamsitzungen laufen beispielsweise über Microsoft Teams, Dokumente werden auf Plattformen wie SharePoint abgelegt und können dort gemeinsam bearbeitet werden. Dabei bleiben die Nutzeranmeldungen für die IT unter Kontrolle. Die nötigen Benutzerkonten werden in Microsoft 365 erstellt und über Cloud-basierte Dienste wie Active Directory verwaltet. Etliche Unternehmen arbeiten weiterhin an einer M365 Umstellung – auch weil die Komplexität eines Umstiegs mit der Unternehmensgröße und der Vielfalt bereits bestehender Lösungen steigt. 

Das Klima zwischen IT und Facharbeitern ist kritisch für Innovation

Die große Chance des jüngsten Wandels: Mitarbeiter in IT-Abteilungen und Fachabteilungen rücken näher aneinander. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn die Ausgangssituationen sind sehr unterschiedlich. Während die Anwender jede Lösung danach bewerten, welche Vorteile sie generiert, müssen IT-Administratoren auch die zugrunde liegenden Strukturen verwalten, entwickeln und vor allem auch absichern. Je differenzierter eine Unternehmens-IT-Landschaft ist, desto anspruchsvoller ist diese Aufgabe. 

Moderne IT-Fachkräfte haben jedoch längst verinnerlicht: Jede neue Lösung funktioniert nur dann gut, wenn sie von den Anwendern akzeptiert wird. Der englische Fachbegriff für diese Akzeptanz lautet User Adoption. Für Unternehmen ist es eine wichtige Aufgabe der Organisationsentwicklung, den guten Geist zwischen IT und Fachabteilungen zu entwickeln. Der Grund: Genau darin steckt großes Potenzial für kommende Innovationen, die weit über verbesserte Kommunikationsmittel im Homeoffice hinausgehen. 

CIOs großer Unternehmen denken darüber nach, wie sich die Fülle an neuen technologischen Möglichkeiten in Form von Public und Private Cloud Strukturen, KI-gestützten Systemen und intelligenten Business Analytics Lösungen optimal nutzen lässt. Dabei bedeutet „optimal nutzen“ letztlich immer, dass damit das Geschäft und der Geschäftserfolg im Unternehmen beflügelt werden sollen. Die übergeordnete IT-Frage lautet: An welchen Stellen lassen sich bisher stark heterogene und verteilte Systeme standardisieren, an welchen Stellen sollte das Unternehmen an selbst entwickelten Strukturen festhalten – und diese gegebenenfalls unter Compliance- und Governance-Gesichtspunkten entwickeln? 

Die IT-Strategie verwächst mit dem Business Development

In Unternehmen können die Impulse für Innovation aus jeder Richtung kommen – und die Unternehmensorganisation kann sich darauf vorbereiten. Beispiele:  

  • Impulse aus der IT-Unit: Ein Verständnis füreinander vorausgesetzt, kann eine IT-Abteilung eine Lösung für ein intelligentes Asset Management im industriell-logistischen Betrieb oder eine verbesserte Risikoanalyse für Kreditvergabesysteme in einer Bank vorschlagen.  
  • Impulse aus den Fachbereichen: Umgekehrt können leitende Fachangestellte mit den bestens vertrauten IT-Leuten ins Gespräch gehen, um den Entwicklungsbedarf einzelner Business Units zu klären – und somit für ein IT-Business-Alignment auf mittlerer Ebene sorgen.  
  • Impulse auf C-Level-Ebene: Auf oberster Ebene kommen Chief Information Officer und Chief Information Security Officer mit CEOs, CMOs, CDOs und anderen regelmäßig zusammen, um die großen strategischen Linien zu klären. 
  • Impulse durch Outsourcing und Consulting: Externe IT-Dienstleister können zusätzliches Knowhow ins Unternehmen bringen und beispielsweise Cloud-Strukturen neu aufsetzen oder optimieren. Längst sind dabei auch externe Projektmanager im Einsatz, die nicht nur Vorhaben steuern und zu Ende bringen, sondern auch die User Adoption parallel auf dem Schirm haben. 

Interne Kommunikation als Katalysator für IT-Business-Alignment

Zur Investition in das gute Klima zwischen IT- und Fach-Units kann auch die interne Kommunikation beitragen. Dazu gehören einfache Dinge wie das gemeinsame Feiern von Erfolgen oder das Herstellen von kommunikativen Brücken zwischen Welten, die durch verstärkte Home-Office-Tätigkeit eine weitere Dimension der Trennung erfahren haben. Dazu haben auch wir von matrix technology inzwischen einen Katalog an Formaten entwickelt. Diese Dinge setzen wir bereits um:  

  1. Strategische Themen, die die Zukunft des Unternehmens betreffen, kann die Geschäftsleitung virtuell allen Mitarbeitern näherbringen. Die Teilnehmerquote kann via Browser sogar höher sein, als wenn dazu ein Saal mit Anreisetermin organisiert worden wäre. 
  2. Ein Cloud-basiertes Intranet transportiert Nachrichten der Geschäftsleitung auch zum entlegensten Remote-Arbeitsplatz. Große und auch kleine Erfolge werden auch auf den unternehmenseigenen Plattformen gefeiert und die Leistung von Teams lässt sich hier in Wort und Bild nachhaltig würdigen.  
  3. Wir freuen uns darüber, dass wir verlässliche Arbeit leisten, die von Kunden gewürdigt wird und zeigen das in der internen und externen Kommunikation.  
  4. Online-Meetings und virtuelle Events lassen sich mit wenigen Klicks organisieren. Dabei muss der Inhalt nicht immer rein fachlich sein, auch virtuelle „Coffee Breaks“ oder sogar abteilungsübergreifende „Blind Dates“ sind möglich. 

Dass in den Unternehmen in Bezug auf das IT-Business-Alignment noch Entwicklungspotenzial besteht, zeigt sich auch in Umfragen. So brachte die Studie „Cloud Migration“ von matrix technology und IDG Research Services unter Fachabteilungsleitern, IT-Leitern und C-Level-Managern ans Licht, dass sehr unterschiedliche Auffassungen darüber herrschen, wie eng Cloud Strategien und Business Strategien verzahnt sind. Während 48 Prozent im Management der Meinung waren, die Bindung sei sehr eng, waren es auf Seiten der Fachbereiche und IT-Verantwortlichen jeweils nur rund 30 Prozent.  

Wir haben in diesem Beitrag einen ersten Einblick dazu gegeben, wie wir selbst und andere die wichtige Brücke zwischen IT und Unternehmen bauen können. Wenn Sie mögen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf – unsere Experten für IT-Strategieberatung sind gerne Ihre Ansprechpartner dafür, wie sich das Thema IT-Business-Alignment im großen Umgriff angehen lässt. Dabei gehen wir immer vom individuellen Fall ihres Unternehmens aus. 

Studie Cloud Migration 2021

matrix technology ist Partner der IDG-Studie „Cloud Migration 2021“, die rund 75 Seiten Auswertung enthält und sich auf 366 qualifizierte Interviews bezieht. Die Ergebnisse geben einen Einblick rund um das Kernthema Cloud Migration unter anderem zu Methoden, Zielen, Risiken, Anwendungen und Kulturwandel im Unternehmen. Die gesamten Studienergebnisse stehen Ihnen kostenlos zum Download zur Verfügung.

Jetzt Studie herunterladen →

Studie IDG Cloud Migration 2021